Mai 15, 2011
Der US-amerikanische Sport gilt als eine Art Nationalsport in Amerika, dabei wird Baseball heutzutage auch in Ostasien oder in der Karibik sehr intensiv betrieben. Und auch in Deutschland, Österreich oder der Schweiz erfreut sich dieser Ball- und Mannschaftssport immer größerer Beliebtheit und er wird mehr und mehr ausgeübt.
Geschichte des Baseball
So ganz klar ist es nicht, wann die ersten Menschen Baseball gespielt haben. Aber es lässt sich aufgrund von alten Überlieferungen ersehen, dass schon in Zeiten vor Christi Geburt im alten Ägypten Spiele stattfanden, in denen Bälle und Schläger benutzt wurden. Im 14. Jahrhundert erfreute sich ein Spiel namens Stool Ball großer Beliebtheit, aus dem sich der britische Nationalsport Cricket entwickelte. Der Name Baseball tauchte 1744 zum ersten Mal in England auf. Es war im Jahre 1746, dass das Spiel von einem deutschen Sportpädagogen erwähnt wurde in einem Regelwerk, das „Spiele zur Übung und Erholung des Körpers und Geistes“ hieß. Seit Ende des 18. Jahrhunderts wird das englische Baseball auch in den USA gespielt. Früher ging man davon aus, Baseball habe sich aus dem englischen Spiel Rounders entwickelt, doch inzwischen weiß man, dass dem nicht so ist und das so genannte Rounders vielmehr eine Spielart des Baseball ist, die im englischen Devon gespielt wurde. Auch die Amerikaner verbuchten lange Zeit die Erfindung des Spiels für sich und behaupteten, dass ein späterer Kriegsheld das Spiel 1839 in einer kleinen Stadt im Bundesstaat New York erfunden habe. Doch auch das stimmt nicht.
Der Siegeszug des Baseballs
Die New York Knickerbockers sind der erste Verein, der 1845 in den USA entstand und hier wurde auch erstmals das Regelwerk schriftlich festgehalten, obwohl hier nicht alle Regeln, die damals angewandt wurden, niedergeschrieben wurden. Zunächst wurde nur im Nordosten und im Mittleren Westen Baseball gespielt, doch dann verbreitete er sich bis an die Westküste, während die Südstaaten und die Rocky Mountains sich noch eine Weile schwer taten mit der Begeisterung für das Spiel. In den Regeln gab es zur heutigen Spielart noch große Unterschiede. So musste ein Pitcher von unten werfen und auch in geringerer Distanz. Nach und nach entwickelten sich die heutigen Regeln. Erste Profiteams gab es auch schon im 19. Jahrhundert. Das erste waren die Cincinnati Red Stockings, die später Cincinnati Reds hießen und über einen Jahresetat von 11.000 US-Dollar verfügten. 1876 wurde die National League in New York gegründet und 1901 als Konkurrenz die American League, die mit besserer Bezahlung viele Spieler aus der National League anzog. Bis heute sind dies die Major Leagues, deren größten Spieler in der Baseball Hall of Fame geehrt werden. Seit 1903 gibt es das Finale der beiden Ligen, das jährlich viele Millionen Zuschauer lockt und als World Series bekannt ist. In der Anfangszeit des Sports waren die Ligen nach Hautfarben getrennt, doch 1947 kam es zur ersten Verpflichtung eines schwarzen Spielers in einer weißen Mannschaft. Jackie Robinson war dieser Spieler, der sich durch exzellente Spielfertigkeit und andere Fähigkeiten auszeichnete. Bereits Mitte der 1950er Jahre waren dann alle Teams integriert und die Zahl der schwarzen Spieler in den Profiteams erreichte in den 1970er Jahren ihren Höhepunkt. Inzwischen ist Basketball bei der schwarzen Bevölkerung höher angesehen als Baseball und die Zahl der Spieler aus Lateinamerika steigt zunehmend.
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